(d) Bewertung der Kolonate
Rubrik statische Inhalte
Aus der Jubiläumsfestschrift von 1985
Bewertung der Kolonate
Sie wurde ermöglicht aufgrund der Eintragungen des “Moorkultur-Inspektors” Glaß.
Die Numerierung beginnt bei den Kolonaten an der südlichen Erschließungsachse “An der Fockenriede“ (siehe Karte 4). Sie entspricht gleichzeitig den Registernummern der Stelleninhaber. Die von Glaß vermerkten Kriterien werden gekürzt wiedergegeben. Die Größe der Stammkolonate und Anschlußflächen sind der Karte zu entnehmen.
Kolonat 1:
Vorn am Hauptweg Wehsand, somit schlechter Baugrund. Ein privatgrundstück sowie ein Wegerdeplacken stören. Die Ackerflächen weiter nordwärts sind aber recht gut. Der Grünlandanschuß wird als sandig bezeichnet.
Kolonat 2:
liegt sehr eben und besitzt eine 1 ha große Graslandfläche sowie bestens zu Gartenland geeignetes Niedermoor vorn am Wege. Ab hier ist auch eine kleine Wehsandfläche vorhanden. Wie alle anderen Kolonate erhält auch dieses einen Grünlandanschuß von bester Qualität, so daß im folgenden nicht mehr darauf eingegangen wird.
Kolonat 3:
Auf dem Kolonat sind einige kleine Mulden, am Hauptweg aber guter Ackerboden und etwa 1 ‚5 ha Weideland von bester Qualität.
Kolonat 4:
Ein Kolonat mit 2/5 Grünland und 3/5 Ackerboden. Im Süden grenzt es an die Fockenriede, die gute Entwässerung und auch gute Wasserversorgung bei einer Weideanlage ermöglicht.
Kolonat 5:
Stammkolonat ist eben, etwas hoch und trocken, stellenweise auch etwas kiesig, Abdachung zum Pallastwege dagegen von bester Qualität.
Kolonat 6:
wie 5
Kolonat 7:
wie 5
Kolonat 8:
etwas uneben und kiesig, besitzt aber eine etwa 2 ha große, für Grasland sehr gut geeignete Niederung.
Kolonat 9:
Stammkolonat besteht aus weiter, ebener Fläche, die gut für Ackerland und im Norden ebenfalls für Weidewirtschaft genutzt werden kann.
Kolonat 10:
Ähnlich wie 9, vielleicht ein wenig hügeliger; Eckkolonat.
Kolonat 12:
Im Nordteil eine kleine Wehsandfläche, sonst aber gut kulturfähig.
Kolonat 13:
Weite, ebene Hangflächen; im Nordteil Wehsand, für Ackerland gut geeignet.
Kolonat 14:
Stammkolonat uneben, auch keilförmig, besitzt aber den Grünlandanschuß direkt hinter dem Kolonat.
Kolonat 15:
Vorn am Hauptweg hügelig; besteht zu 3/5 aus Grünlandmoor von bester Güte, mit stellenweisem Torfstich. Grünland und Ackerland im Stammkolonat; Eckkolonat.
Kolonat 16:
Bestes, völlig ebenes Kolonat am Hauptwege von Arnelhausen nach Huntlosen; vorn Ackerboden, dann Weideland, im Westen Mähland (Grünlandmoorboden)
V.I:
gut zu Acker- und Grasland geeignet.
V.II:
Gutes Eckkolonat; sehr gut für 3 bis 4 Arbeiterstellen geeignet. Weide— und Ackerland in der ganzen Fläche vorhanden; völlig eben; vorflutgesichert.
V.III:
Niedermoorboden, gut zur Grünlandkultur geeignet.
V.IV:
Niedermoorboden; passend für Torfstich und Grünlandkultur.
