Dorfgemeinschaft Hespenbusch-Pallast
Mitten im Naturpark Wildeshauser Geest

(h) Bau einer einklassigen Volksschule
Rubrik statische Inhalte

Aus der Jubiläumsfestschrift von 1985

Bau einer einklassigen Volksschule

Im Gründungsjahr der Kolonie brannte die zweiklassige Schule in Heinefelde ab. Da Amt und Schulbehörde ohnehin nicht beabsichtigten, die alte Schule zu erhalten, sahen sie jetzt den Zeitpunkt gekommen, stattdessen zwei einklassige Schulen — und zwar in Steinloge und in der Gemarkung Amelhausen zu bauen. Die Schule im Amelhauser Bereich erhielt den Namen “Moorbek“. Zu ihrem Einzugsbereich zählten die Kolonien Hespenbusch und Pallast, das Gut Moorbek sowie die Bauerschaften Amelhausen, Heinefelde und Glane.

Zunächst aber wurde der Unterricht für ein Jahr in einem Speicher des Bauern Meyer in Heinefelde weiter abgehalten, bis eine etwa 1 ha große ödlandfläche am nördlichen Kolonieweg (in der südwestlichen Ecke des Vorbehalts II) als Baugrund für die neue Schule zur Verfügung stand. Für die Kultivierung des Schulkolonats stellte das großherzogliche Ministerium 500 Mark in Aussicht, wovon 150 Mark für die Herrichtung des Bauplatzes (Entfernen des schwarzen Bodens und Einfüllen des Sandes) festgelegt wurden; weitere 2.000 Mark trug der Landeskulturfonds zum Bau der Schule bei.

Am 20. 9. 1911 stand das Schulgebäude unter Dach, und am 14. 11. 1911 begann Lehrer P. Huye seinen unterricht. Auf Drängen des Gemeindevorsteher fertigte der Landesobergärtner Walther Lüschen gleich im Frühjahr den Plan für einen Schulgarten an (siehe Zeichnung). Er umfaßte eine Windschutz Anpflanzung an der Nordwest— und teilweise an der Südseite, einen Obstgarten mit landwirtschaftlichen Unterkulturen, einen Gemüsegarten (hinter dem Schulgebäude) sowie einen Ziergarten und einen Spielplatz.

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